© Die Südostschweiz, 2. April 1998, Seite 13, Andrea Meuli

Balance von Seele und Stimme

Vesselina Kasarova eröffnet das erste St. Moritzer Festival Snow & Symphony

St. Moritz beginnt ein neues klassisches Festival-Abenteuer: «Snow & Symphny» bringt von heute bis Sonntag hochkarätige Stars ins Engadin. Gespielt wird in ganz besonderer Ambiance: in traditionsreichen Hotelsälen sowie auf dem Corvatsch und der Corviglia. Zum Auftakt des Festivals ein Gespräch mit der Mezzosopranistin Vesselina Kasarova.

Mit Vesselina Kasarova sprach Andrea Meuli

Vesselina Kasarova, Sie wurden 1989 noch während Ihrer Ausbildung an das Zürcher Opernhaus engagiert. Ein märchenhafter Karrierestart ...

... ja, und dennoch war ich damals tief deprimiert und habe gedacht, das schaffst du nie und nimmer. Sie dürfen nicht vergessen, ich verstand kein Wort Deutsch. So werde ich diese erste, schwierige Zeit fern meiner bulgarischen Heimat nie vergessen. Gleichzeitig bot mir Zürich damals die grosse Chance, eine Karriere mit kleinen Partien aufzubauen.

Dann beschleunigte sich alles - und der Aufstieg zum international begehrten Mezzo-Star kam beinahe über Nacht. Jetzt stehen Sie gut sieben Jahre ganz oben auf der Erfolgsleiter. Ist Ihre Angst auf der Bühne grösser oder kleiner geworden?

Von Angst will ich nicht sprechen, aber mehr Respekt habe ich gewonnen. Ich bin mir heute bewusster, was ich mache und wie ich es mache. Ich bin auch kritischer mit mir selber geworden, ohne deswegen bis heute darunter zu leiden oder gar hysterisch zu werden.

Macht das den einzelnen Auftritt schwieriger oder leichter: Ist der internationale Ruf und die damit verbundenen Ansprüche eher Belastung oder Rückendeckung?

Ich meine, man sollte sehr behutsam damit umgehen und darauf achten, nicht krankhaft mehr und noch mehr zu machen. Es ist auch wichtig, mit dem Erreichten zufrieden zu sein, sich auf das eigene Können zu verlassen - und damit locker zu bleiben. Ständige Zweifel machen unsicher und schaden damit auch der Stimme.

Ist das Leben mit dem Sängerberuf schwieriger geworden?

Schwieriger ist es nicht geworden, aber ich denke heute anders als früher. Ich bin eine stärkere Persönlichkeit geworden - und die muss man haben in diesem Beruf. Man muss unverwechselbar sein, auch in der Art, wie man singt. So bin ich glücklich, wenn ich etwas Neues, eine neue Farbe in meiner Stimme entdecke - das sind meine Ziele.

Was bedeutet Ihnen der körperliche Ausdruck für Ihr Singen?

Der körperliche Ausdruck ist Teil meines Singens. Ich liebe daher die Arbeit mit neuen Regisseuren, damit ich mich auch schauspielerisch entwickle. Singen ist meine körperliche Sprache: Wie ich meine Hand bewege, hat auch mit meiner Seele zu tun, ob ich mich traurig, melancholisch oder fröhlich fühle. Das beeinflusst auch die Tonfarbe. Körper und Stimme ganz nahe zueinanderzubringen, daran arbeite ich intensiv.

Ist das nicht eine elementare Voraussetzung für den sängerischen Erfolg?

Nein, ich war früher nicht erwachsen genug. Für junge Sängerinnen und Sänger ist es unwichtig, ob ihre Stimme 30 Dezibel an Volumen hinzugewinnt oder nicht. Vielmehr müssen wir eine Balance von Seele, Emotion und Stimme finden. Das ist die Wahrheit.

Wie ist kürzlich Ihr Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera ausgegangen?

Gar nicht! Ich war krank und musste absagen. Hingegen habe ich erstmals in der Carnegie Hall gesungen. Das war eigentlich die grössere Herausforderung, denn ein Konzert ist viel schwieriger zu singen.

Wirklich ...?

Ja, weil man bloss einen Meter vor der ersten Zuschauerreihe steht. Und das ohne Maske. Da kann man sich nicht verstecken, diese Situation ohne Kostüme und Lichtregie hat viel mehr Intimität.

Fürchten Sie denn Ihr Publikum, wenn es so direkt vor Ihnen sitzt?

Das nicht, aber in einem Konzert spüre ich eher die Verantwortung, die auf mir lastet. Man kann sich kaum entspannen. Auf der Bühne ist es einfacher, natürlich zu bleiben und damit der Wahrheit nahezukommen. Ich versuche nie, auf der Bühne schön zu wirken, sondern stets die Wahrheit einer Figur auszudrücken. Das ist ein Teil meines Lebens.

Vesselina Kasarova, Sie haben sich bewusst vom slawischen Repertoire abgegrenzt. Weshalb?

Sprachlich und emotional mögen mir Rollen dieses Repertoires wohl nahe liegen, aber ich habe auch als Pianistin Bach und Mozart gespielt und nicht bloss Rachmaninov. Gegen das Image einer slawischen Sängerin habe ich mich bewusst gewehrt. Ich wollte eine Mozart-Sängerin werden!

War das schwierig?

Am Anfang spürte ich, dass es schwierig ist. So konnte ich zwar schlechte Erfahrungen vermeiden; an Angeboten jedoch, die mich hätten verleiten können, fehlte es nicht: Eine Jeanne d'Arc von Tschaikowsky ist auch für die grösste Stimme mit 24 Jahren nichts!

Welche Komponisten liegen Ihnen heute, im jetzigen Zeitpunkt Ihrer Karriere, am nächsten?

Ich werde nie nur bei Mozart und Rossini bleiben. Bellini zum Beispiel wird immer wichtiger für mich, auch eine «Favorita» würde ich in einigen Jahren gerne machen. Ich habe gelernt, mit der Entwicklung meiner Stimme mitzugehen. Sicher wird irgendwann einmal die Carmen kommen, aber im Moment reizen mich andere Aufgaben mehr; die «Werther»-Charlotte beispielsweise ist viel vielschichtiger. Carmen muss man im richtigen Moment einer Karriere verkörpern und singen - mich im Augenblick danach zu fragen ist ungünstig.

Ein Blick in Ihren - bis ins Jahr 2002 säuberlich geplanten - Terminkalender lässt staunen: Wie haben Sie für St. Moritz so kurzfristig Zeit gefunden?

Dieses Konzert passt zufällig zwischen Konzerte in Paris und München hinein. So habe ich es gerne angenommen und fasse es als Kompliment auf, in St. Moritz zu singen.

Vesselina Kasarova

Zwölf Jahre Klavierstudium bis zum Konzertdiplom, fünf Jahre Gesangsstudium, ein Vertrag ans Opernhaus Zürich noch vor der Abschlussprüfung und ein triumphaler Durchbruch an den Salzburger Festspielen 1992, als sie für Marilyn Horne einsprang: Vesselina Kasarova hat sich in weniger als einem Jahrzehnt ganz nach oben gesungen. Der Terminkalender des bulgarischen Mezzo-Stars ist voll bis ins Jahr 2002 mit Auftritten an den exquisitesten Adressen von Mailand bis New York, von Salzburg und Paris bis London.


© scherzo, Mai 1998, Seite 122 - 124, Rafael Banús Irusta

Vesselina Kasarova, la sonrisa eslava

El 3 de mayo, dentro de IV Ciclo de Lied que organiza el Teatro de la Zarzuela en coproducción con la Fundación Caja de Madrid, se presenta en esta ciudad la mezzosoprano búlgara Vesselina Kasarova, uno de los nuevos y más firmes talentos del canto actual. Habitual del Festival de Salzburgo en la etapa de Gérard Mortier, desde que en 1992 sustituyese a Marilyn Horne como protagonista de Tancredi, esta conversación transcurrió en agosto 1997, antes de que la disciplinada cantante se sometiese un día más a lo largos y fatigosas ensayos de La clemenza di Tito. Pero nada de aquel esfuerzo podía advertirse en su rostro, del que emanaba esa especial dulzura propia de las cantantes eslavas. Sus opiniones, sensatas y reflexivas, denotan inteligencia y una contagiosa comunicatividad, unidas con una férrea voluntad y un absoluto amor por su trabajo que le han llevado a instalarse en la primera fila de las jóvenes mezzosopranos.

El Festival de Salzburgo tiene una especial significación para usted. Aquí cantó el papel protagonista de Tancredi en 1992, sustituyendo a Marilyn Horne, lo que fue muy importante para su carrera. ¿Qué recuerdos guarda de aquel Tancredi?

La dirección del Festival me preguntó si podía cantarlo, y yo respondí inmeditamente que sí, sin pensar en la gran responsabilidad que sponía. Para mí era un gran honor cantar Tancredi aquí, en Salzburgo, en el bicentenario del nacimiento de Rossini. Estudié el papel durante veinticinco días, una obra de la que no había cantado absolutamente nada, ni siquiera un aria o un dúo. Pero para mí era una gran oportunidad poder demostrar mis posibilidades vocales. Debo decir que tuve mucha suerte, y todo salió bien.

En aquella ocasíon no quiso cantar Edita Gruberova, aunque después han llegado a ser muy buenos colegas.

No creo que se negase a hacerlo porque yo era una principiante, porque la conozco y es una cantante de tal categoría que está por encima de algo así. Estoy segura de que la rázon fue otra. Al menos, personalmente, no puedo creerlo. Los periodistas muchas veces escriben estas cosas para causar sensación entre los lectores.

Posteriormente, usted ha grabado Tancredi con los dos finales, el feliz del estreno veneciano y el trágico de Ferrara, más fiel al original de Voltaire. ¿Cuál de los dos finales prefiere?

El trágico, sin ninguna duda. Está tan bellamente escrito que, tanto por la música como por el sentimiento que transmite, prefiero el finál trágico al desenlace feliz.

¿Ha vuelto a cantar el papel en un escenario?

No, pero lo haré en diciembre en el Carnegie Hall de Nueva York, en versión de concierto. Por desgracia, esta ópera no se representa con demasiada frecuencia, y es una lástima.

¿Y qué final se hará entonces?

Supongo que el trágico, pero esto depende del director, que es quien decide. Encuentro muy buena la idea de la grabación de RCA, de incluir los dos finales. Así pueden escucharse ambos, y el oyente puede escoger.

Después de Tancredi, usted ha vuelto a Salzburgo prácticamente todos los años. Ha cantado Zerlina en Don Giovanni, Annio en La clemenza di Tito, ha intervenido en el espectáculo sobre las arias de concierto de Mozart titulado Ombra delice ... Puede decirse que Salzburgo se ha convertido en su segundo hogar durante el verano.

Sí, exactamente. Me gusta mucha cantar en Salzburgo. El trabajo que se hace aquí es fantástico. Sólo se trabaja con gente buena, que realmente ama lo que hace. Se ensaya mucho, y se respira una atmósfera muy especial. Tomaré mis vacaciones en otro momento, porque Salzburgo es muy importante para mi desarrollo como artista. Además, puedes ver tantos espectáculos de calidad y encontrarte con tantos colegas artistas que es realmente nuy agradable.

Este verano es especialmente importante para usted, porque tiene mucho trabajo aquí. Ha cantado en la reposición de Mitridate y va a debutar como Sesto en La clemenza di Tito.

He aceptado porque disponía de un mes de ensayos entre las dos óperas, aunque lo he pensado mucho. Siempre había querido cantar Sesto, pero he preferido esperar el momento oportuno. Quería hacerlo con un buen director de escena, como Ursel y Karl-Ernst Herrmann, quienes buscan una mayor teatralidad, una mayor naturalidad, no sólo que te pongas en un escenario y cantes tu aria, sino que pase algo más. Y en La clemenza di Tito esto es muy importante, en especial en los recitativos, donde hay tanto que decir y que expresar, lo cual me produce un gran placer.

Usted ya conoce esta producción, porque ya ha cantado el papel de Annio.

Sí, fue hace tres o cuatro años, pero para ser sincera sólo conservo algunas imágenes en la cabeza. Recuerdo, por supuesto, cómo era Annio, pero Sesto es muy diferente y ahora sólo le tengo a él en mi mente. Además, aunque la producción sigue siendo la misma, han variado muchas cosas en función de los cantantes.

¿Qué proyectos tiene próximamente para Salzburgo?

En 1999 cantaré Margarita en La condenación de Fausto de Berlioz y en el 2000 Idamante en Idomeneo y Dorabella en Così fan tutte.

En mayo debutará en Madrid con un recital en el Teatro de la Zarzuela. La gente, hasta ahora, la conoce en España principalmente por sus grabaciones. ¿Podría hablarnos de sus comienzos? Creo que empezó sus estudios musicales muy temprano, a los cuatro años.

Sí, pero aquello era sólo el aprendizaje del piano. Con el canto comencé a los diecinueve. Mucha gente dice que es muy tarde para empezar con el canto, pero yo lo encuentro estupendo porque la voz tiene que ver con el desarrollo del cuerpo, con las hormonas, con todo. Una voz se transforma, y hasta los dieciséis, diecisiete o dieciocho años no está totalmente terminada. Mucha gente empieza muy joven, casi desde niño, con unas voces bellísimas que luego se estropean. A mi juicio, empezar muy pronto con el canto no es bueno, pero esto, ya le digo, es mi opinión personal. Yo empecé, como le decía, a los diesinueve años. En Bulgaria los estudios de canto son universitarios, y yo iba a clase diariamente, de lunes a viernes, con mi profesora, durante cinco años.

En Bulgaria existe una importante tradición de cantantes, con excelente voces como Boris Christoff, Nicolai Ghiaurov, Anna Tomowa-Sintow, Ghena Dimitrova, Alexandrina Milcheva ...

Sí, aunque se h cuidado poco el repertorio más lírico, especialmente se ha hecho por Mozart. Creo que hay voces, naturalmente, sólo aptas para Verdi y Puccini, aunque ahora comienza a mejorar muchísimo este tema. En Bulgaria hay muy buenas voces en cuanto a material, y también buenos profesores. Mi maestra, por ejemplo, era fantástica, había estado a Weimar y conocía los aspectos técnicos más importantes del canto. Sin embargo, cuando un cantante joven empieza con un repertorio dramático existe el peligro de amortizar la voz demasiado pronto, de destruirla, lo cual es una verdadera lástima.

Usted hizo una audicíon para Herbert von Karajan, aunque no llegó a actuar con él.

No, desgraciadamente sólo pudimos trabajar poco tiempo juntos. Ya estaba muy enfermo. Por desgracia, las jóvenes generaciones no conocemos muy bien los grandes nombres, ni siquiera a los cantantes, aunque podemos esuchar sus discos. Por otra parte, vivimos en una época totalmente distinta. Las puestas en escena son más difíciles que antes, hay más movimiento, una mayor intensidad. Por eso los tempi en Mozart o en Rossini se han vuelto alos más rápidos. Pero en el caso de Karajan, naturalmente, fue una gran experiencia para mí simplemente el conocerle.

Usted está ligada a dos de las principales casas de ópera, la Opera de Zurich y la Staatsoper de Viena. Trabajar a menudo en estos teatros es, sin duda, positivo para un cantante.

Ya no pertenezco a estos teatros, pero actúo en ellos como cantante invitada. De 1989 a 1991 fui miembro de la Opera de Zurich, y de 91 a 93 de la Staatsoper de Viena. Es decir, que estuve dos años fija en Zurich y otros dos en Viena. Los dos teatros han sido muy importantes para mí. En Zurich empecé con pequeños papeles, junto a gente tan buena como Gruberova, Araiza ... lo que me permitió reflexionar mucho sobre lo que ellos hacían, no sólo en cuanto al canto sino hacer música, colorear ...

Sus autores predilectos siguen siendo Mozart y Rossini.

Sí, y poco a poco también Bellini y Offenbach, aunque quiero mantenerme el mayor tiempo posible con Mozart y Rossini, porque necesitan agilidad y coloratura, y cuando una voz tiene coloratura puede conservarse fresca y joven. Es muy importante que una voz permanezca joven el mayor tiempo posible, y sólo con este repertorio puede cuidarse la voz. Aunque poco a poco estoy haciendo otras cosas. Quiero evolucionar, no quedarme sólo en Rosina, aunque sea un papel maravilloso. El público espera cosas nuevas, pero es importante ser cauteloso cada vez que incorporas un nuevo papel.

Usted canta relativamente muchos papeles masculinos.

Sí, porqu hay muchos papeles masculinos para una joven mezzo: Idamante, Sesto, Tancredi ... Esto está muy bien, porque un hombre tiene otra gestualidad. Todos los papeles masculinos de Mozart son muy sensibles, muy emocionales, tienen una determinada elegancia, un erotismo. Son especiales.

En los últimos años también ha cantado bastante ópera francesa: Charlotte en Werther, La bella Helena de Offenbach ...

Sí, y en marzo debutaré La Périchole. La ópera francesa no es peligrosa. En Charlotte hay algo muy frágil, en comparación con Werther. Werther es como Sesto, con sus constantes cambios de ánimo. Charlotte es más romántica, una mujer joven, algo soñadora, como Tatiana en Eugenio Onieguin.

Pero la música de Massenet es dramática, para una gran orquesta.

Sí, pero Mozart también puede ser terriblemente dramático. Es una cuestión del modo de cantar, de frasear. La música de Charlotte no es tan compacta como la de Werther, es casi siempre delicada. También muchas Eboli gritan. ¿Por que? Hay que encontrar la expresión adecuada, no aumentar el volumen de la voz. Por ejemplo, Gruberova es un fenómeno porque es capaz de expresar sin forzar la voz.

Usted ha cantado con directores como Riccardo Muti o Nikolaus Harnoncourt. ¿Es difícil trabajar con ellos?

Sí, es difícil porque son grandes personalidades y tienen una línea de trabajo determinada. Pero también se puede aprender mucho sobre cuestiones de fraseo, de dinámica, cuándo hay que cantar piano, etc. Todos tienen ideas absolutamente únicas sobre tempi, expresión, etc. Sin embargo, es importante conservar al menos un cuarenta por ciento de uno mismo, la intuición interna. Yo trato de mantenerme como soy.

Por ejemplo, esta temporada canta con Harnoncourt La Périchole, un papel muy bello, con muchas posibilidades para actuar.

Sí, es una obra muy alegre, muy divertida. Harnoncourt es un director muy sensible. Ama a los cantantes y le gusta trabajar con ellos. Hoy en día eso es casi una excepción.

Ya hemos hablado de Gruberova. ¿Con qué otros colegas le gusta especialmente cantar?

Con todos. Hasta ahora no he encontrado a ningún colega que no me fuera simpático. He tenido mucha suerte. En esta profesión nunca se sabe hasta dónde puedes llegar, no puedes ser demasiado amable porque a veces la gente no lo comprende. Pero, como le décia, todos los colegas a los que me he encontrado han sido muy agradables. Cada uno tiene algo positivo, y eso es estupendo. No he encontrado aún a nadie poco profesional, o arrogante.

¿Ni siquiera con los tenores, que pasan por ser algo difíciles?

No, eso es un mito. Por ejemplo, Araiza es más inteligente que muchos barítonos. Pero también Deon van der Walt, o Neil Shicoff, todos ellos son muy buenos compañeros, realmente con cabeza, o Michael Schade, que canta aquí en Salzburgo el Tamino de La flauta mágica. O Bruce Ford. Son gente inteligente, con muchas ideas. Tengo que decir que no conozco a ningún tenor estúpido, ni siquiera en otros que son menos conocidos que éstos.

Con Kraus no ha cantado todavía.

No, lo haré el año próximo en Werther. No le conozco personalmente, soy de otra generación, y estoy muy ansiosa porque le tengo un gran respeto.

Y con Carreras, Domingo ...

Hasta ahora no, porque mi repertorio es completamente distinto. Pero Domingo llegará ahora en Chicago, en octubre, con Idomeneo. Será mi primer contacto con él, y tengo muchísimas ganas.

Pero en su repertorio lo que sí hay a menudo dos "prima donnas": Norma, Anna Bolena ... Esto también puede ser peligroso.

¿Por que? Para mí siempre la soprano es la más importante. La mezzo tiene que comprender que su misión es la de acompañamiento. No tengo complejos porque una soprano tenga el papel titular. Hay que pensar únicamente en hacerlo bien, y entonces el público decidirá. En una representación todos somos importantes. Si en Anna Bolena sólo es buena la soprano, el nivel global desciende. Yo trato siempre de controlar mi ego. Esa es una buena receta para cualquier cantante.

Usted cantó en una ocasión en el Liceo de Barcelona, concretamente el papel di Pippo en La gazza ladra de Rossini. ¿Qué recuerdo tiene de aquellas representaciones?

Guardo un recuerdo muy hermoso. Barcelona es una ciudad bellísima, y es una lástima que el teatro se incendiase, aunque gracias a Dios va a ser reconstruido. En España, y en Barcelona en particular, recuerdo que se comía muy bien. La cocina española siempre me encantó. La gente es relajada, un poco como en Bulgaria, habla mucha y le gusta disfrutar de la vida. Pippo es un papel con el que me lo pasé muy bien, me gusta mucho hacer de chico. La pena es que esta ópera no se representa más a menudo.

Su recital en el Teatro de la Zarzuela supondrá su presentación en Madrid. ¿Cuál será el prgrama del mismo?

Será un programa de lieder alemanes, de Brahms, Schubert y Schumann, no un ciclo sino lieder seleccionados.

¿Cuándo comenzó a cantar lied?

Realmente hace poco tiempo, aproximadamente un año. Pero tengo muchas ganas de cultivar este género. Mi profesora sólo cantaba lied, y a mí me gusta también hacerlo.

¿Se encuentra cómoda en el campo de lied alemán?

Sí, mucho. El lied alemán me apasiona. Yo hablo alemán desde la escuela, y es posiblemente el idioma que mejor domino después del búlgaro. En el lied alemán hay mucho romanticismo, es muy rico en sentimientos.

El año próximo debutará también en el Metropolitan de Nueva York.

Sí, exactamente, con la Rosina de Barbero de Sevilla. Además, como ya le he dicho cantaré Tancredi en una versión de concierto en el Carnegie Hall. Tengo muchísimas ganas.

Actualmente tiene un contrato en exclusiva con BMG, con la que ha realizado ya numerosas grabaciones.

Bueno, tampoco han sido tantas. Hace cuatro años grabé el álbum de música francesa, con las Noches de estío de Berlioz, Schéhérazade de Ravel y el Poema del amor y del mar de Chausson. Luego vino el disco de arias titulado A Portrait, a continuación Tancredi y un año después las arias de Mozart. Es decir, que vienen a ser uno o dos discos al año, que es una media bastante normal.

¿Le gustan las grabaciones?

Sí, mucho, porque puedo hacer las cosas por gusto y no por mera obligación. Es mi repertorio, y me produce un enorme placer grabar aquellos papeles que anteriormente he cantado en un escenario.

¿Piensa ya en una Carmen?

Sí, naturalmente, y en otras muchas cosas, como La favorita. Pero son cosas que tendrán qu venir con el tiempo. Como también ocurre con Verdi. Creo que podría cantar Eboli, aunque no una Azucena. Al menos por ahora.

¿Tiene algún modelo?

Christa Ludwig, como personalidad, como cantante, como todo.


© Sächsische Zeitung, 5. Mai 1998, Bernd Klempnow

Singen gegen Trends

Die Star-Mezzosopranistin der Dresdner Musikfestspiele Vesselina Kasarova über steriles Singen, manipulierte Stimmen und eine emanzipierte Carmen.

Vesselina Kasarova - der bulgarische Gesangsstar begann als Vierjährige zu musizieren. Sie spielte auf einem Klavier der Dresdner Firma Wolfram. Während ihrer Pianisten-Ausbildung wurde zufällig ihre phänomenale Stimme entdeckt. Bei den Dresdner Musikfestspielen wird sie zweimal in der Semperoper auftreten. Am 17. Mai, 11 Uhr singt sie Lieder von Schubert, Schumann und Brahms. Am 1. Juni, 15 Uhr gestaltet sie unter anderem mit Lucia Aliberti eine konzertante Aufführung des Bellini-Meisterwerks „I Capuleti e i Montecchi".

Grosse Namen und renommierte Klangkörper bieten die Dresdner Musikfestspiele vom 16. Mai bis 1. Juni. Geladen sind unter anderem die Geigerin Anne-Sophie Mutter und das Orchestre de Paris. Hierzulande noch eher unbekannt ist die bulgarische Mezzosopranistin Vesselina Kasarova. Obwohl Kritiker die heute 33jährige als hoffnungsvollste Entdeckung der 90er Jahre feiern. 1991 gab sie in Salzburg ihr Debüt und hat seitdem mit überwältigendem Erfolg in München, Wien, Mailand, Paris und New York gastiert. Selbst umstrittene Inszenierungen macht die Wahl-Schweizerin zum Ereignis.

„Die Kasarova ist die Idealbesetzung", loben Kritiker und feiern Ihre „betörend samtene Stimme" sowie Ihr „grosses Stilbewusstsein". Wie bewahren Sie bei solchen Hymnen Kritikfähigkeit?

Ein Star zu sein, daran denke ich nicht. Ich habe genug Respekt vor meiner geliebten Musik und vor dem Publikum. Je euphorischer die Reaktionen sind, umso grösser wird mein Respekt. Lange beschäftige ich mich mit den Farben. Jede Phrase, jeden Ton will ich vom Ausdruck her verstehen. Ich höre mir Aufnahmen mit anderen Künstlern an - nicht, um sie zu kopieren, sondern um Gestaltungsvarianten zu vergleichen. Dann suche ich nach meinem Zugang zum Werk, um glaubwürdig zu sein. Das braucht Zeit, genauso wie die Vorbereitung auf Auftritte. Anreisen, auf der Bühne ein paar Töne abliefern und darstellerische Fertigstücke dazu bieten, das kann ich nicht.

In Dresden werden Sie mit einem Lied-Konzert und in einer konzertanten Opern-Aufführung zu erleben sein. Wie leicht fällt Ihnen das ungespielte Singen?

Liederabende sind mit ihrer Intimität das Schwerste. Ich kann mich nicht hinter einer Rolle verstecken. Die Gestik muss gegenüber der Oper viel delikater sein. Eigentlich fühle ich mich nur wohl, wenn Gesang und Spiel in einer Balance sind. Sogar bei Schallplattenaufnahmen kann ich nicht still vor dem Mikrophon stehen. Eine emotionsreiche Koloratur brillant, aber äusserlich steril herunterzusingen, ist nicht mein Fall. Deshalb nehme ich keine Platten auf, wenn ich die Partien dem Publikum nicht live bieten werde. Sicher, das widersprecht dem Trend. Dennoch glaube ich, dass man als junger Sänger gut daran tut, das Repertoire langsam zu erweitern, statt sich wie in einem Supermarkt anzupreisen und seine Stimme zu manipulieren.

Sie lehnen derzeit die Carmen ab, weil Sie nur Rollen interpretieren, die Sie in Kopf und in Körper spüren. Ist Ihr Alter von 33 Jahren nicht ideal für eine temperamentvolle Carmen?

Eine Carmen kann man mit 50 sehr überzeugend interpretieren. Warum muss die Carmen sexy sein? Alle „Carmen"-Aufführungen, die ich sah, boten dieses Klischee. Dabei ist die Carmen nicht ordinär, sondern eine emanzipierte Frau. Doch welcher Regisseur hat den Mut und überzeugende Ideen, das zu zeigen? Es ist doch ohnehin so, dass nur wenige Regisseure die Werke und die Sänger respektieren. Ihre Konzepte richten sich oftmals gegen die Musik. Ebenso selten sind Dirigenten, die sich nicht in den Vordergrund schieben. Einer von ihnen ist Sir Colin Davis. Mit ihm und der wunderbaren Sächsischen Staatskapelle habe ich eine Platte mit Mozart-Arien aufnehmen dürfen.

Bulgarische Künstler haben internationalen Erfolg. Wieso hält sich in Westeuropa das Vorurteil, dass osteuropäischen Sängern die kultivierte Linie fehle?

Es verdeutlicht den alltäglichen Rassismus, den es auch in der Kunst gibt. Dabei würde manches Haus im Westen ohne Musiker und Sänger aus Osteuropa nur Mittelklasse-Niveau bieten können. Ich kenne diese Einteilung nicht, nur die, in gute und weniger gute Musiker. Man fragt mich manchmal, warum ich nicht über meine Jahre im kommunistischen Bulgarien schimpfe. Dort wurden Talente in Kunst und Sport gefördert, unabhängig vom Verdienst der Eltern. Fünf Jahre habe ich damals nonstop gelernt, habe parallel zur Gesangs- eine ebenso intensive wie gewissenhafte Schauspielausbildung genossen. Singen ist wie Hochleistungssport, anders ist eine Stimme nicht in den Griff zu bekommen. Und, dass ich durch diese Förderung etwas in der Jugend vermisst hätte, kann ich nicht behaupten.

Sie können Motorrad fahren, leben weltoffen und singen dennoch Werke aus dem 17./18. Jahrhundert. Was hat Belcanto mit heutigem Lebensgefühl zu tun?

Es ist eine artifizielle Tonsprache und kann uns doch mit Wärme und Humanität direkt ansprechen. Nehmen Sie Mozart! Dieser Mann, oft als Komponist des Leichten abgetan, muss wie kein anderer die Menschen gekannt und geliebt haben. Seine Figuren sind nie schwarzweiss charakterisiert. Selbst der Böse hat im Kern noch Grösse. Mozarts Figuren fühlen und handeln, wie ich finde, bis heute nachvollziehbar. Was seine Werke an ausgeklügelter Dramatik und an Farbenreichtum bieten, ist zeitlos überzeugend.


© Corriere Adriatico, 10. August 1998, Seite 8, Luciano Murgia

Stasera al Palafestival la prima, si annuncia un grande successo

Quanto è bella Cenerentola

Vesselina Kasarova, la protagonista più attesa

Alzi la mano chi, da bambino, non ha tifato per Cenerentola e odiato le sue perfide sorelle. Stasera avremo almeno un paio di motivi in più per stare dalla parte di Cenerentola. Il primo ce lo offrirà il Rof, che nel terzo appuntamento della XIX edizione proporrà, appunto, La Cenerentola. Il secondo è de la presenza nel cast di: Vesselina Kasarova, mezzosoprano. In dolce attesa, Vesselina Kasarova ha conquistato tutti. Bella, ma anche molto brava. E di rara gentilezza. Vesselina dà la voce ad Angelina-Cenerentola.

C'è grande attesa per la prima di stasera.

"Sento l'importanza dell'appuntamento. E' un doppio debutto, per me e per Cenerentola proposta per la prima volta nel Rossini Opera Festival. A mio parere, il Rof è il festival italiano più importante. Per fortuna, in questo debutto sono aiutata dalla presenza di Luca Ronconi, un uomo, un regista molto speciale, molto intelligente, un filosofo con grande estetica. Questa Cenerentola è un po' nuova per l'Italia. Credo che al pubblico piacerà. E' una sensazione positiva che ho ricavato durante la prova generale. Le scene sono molto interessanti, la musica è bella, i miei colleghi sono bravissimi. E quando tutto piace il risultato non può che essere positivo. Me lo auguro, a poche ore dalla prima".

Il direttore artistico Luigi Ferrari, nel presentare il Rof, ha speso bellisime parole per la Cenerentola Vesselina Kasarova.

Mi piace il ruolo, mi piace l'opera, anche se ritengo la parte molto difficile. La tessitura è molto grande, con molta coloratura. Non c'è molta possibilità per cantare una nota così lunga. Per cui, veramente si deve cantare con tecnica e concentrazione. Questa Cenerentola non è quella che conosciamo da bambini. Non è la donna delle magìe. Il libretto è molto realistico, veritiero. Cenerentola è dolce, intelligente, con grande personalità.

Rossini, però, le è molto familiare, visto che ha esordito, nell'Opera di Sofia, con le musiche del Cigno pesarese.

E' vero, debuttai con il barbiere, ma questa Cenerentola è molto diversa. Como ho detto già, le colorature sono quasi impossibili. E' un impegno esaltante. Non sono italiana, ma mi auguro che il pubblico capisca il mio animo, con quale sentimento interpreto la parte.

Rossini è difficile da interpretare, ma dalle sue parole si capisce che lei ne è innamorata.

Oh, sì. Amo Rossini e Mozart. E in Cenerentola, a mio parere, c'è tanto Mozart. Si tocca con mano queste genialità.

Dopo questa prima presenza, sarà possibile rivederla presto a Pesaro?

Mi piacerebbe. Quando ce ne sarà la possibilità, tornerò con entusiasmo. Il Maestro Ferrari mi chiede sempre di cantare al Rof. Purtroppo, però, nei prossimi tre anni sarò impegnata a Salisburgo. La contemporaneità rende impossibile conciliare i due impegni. Un vero peccato. Qui si sta benissimo. Non sono parole di circostanza. La gente è simpatica, l'atmosfera tranquilla, tutti ti aiutano. E' come sentirsi a casa, in famiglia. Per un'artista è molto importante.

Le sue parole non fanno alro che confermare quanto detto già da tanti suoi colleghi che hanno avuto la fortuna di lavorare a Pesaro, al Rof.

Siamo artisti e viviamo con piacere queste sensazioni, l'atmosfera davvero unica che si respira al Rof. E' per questo che poi si lavora bene.

Il cast di Cenerentola è di alto livello.

Tutti molto bravi, e anche simpatici. In un'opera non è importante un singolo protagonista. Tutti devono offrire il meglio. E questo gruppo mi sembra straordinario.

Il Rossini Opera Festival ha dedicato questa edizione a Lucia Valentini Terrani, straordinaria protagonista al Rof, soprattutto strepitosa interprete di una indimenticabile Cenerentola.

Per me è una grande soddisfazione interpretare un ruolo che Lucia Valentini Terrani ha reso indimenticabile. E' un'opera molto bella, la musica è diversa in ogni momento. Al pubblico piacerà, ne sono sicura.

Como ha anticipato lei, anche la regìa e le scene sono di grande valore. Non a caso ci hanno raccontato che durante la generale gli spettatori hanno applaudito addirittura un cambio di scena.

E' la verità. La prova generale è andata bene. Vedremo stasera ...

Quali sono le sue opere preferite?

Tante. Una è sicuramente Cenerentola, un'altra è L'italiana in Algeri. Mi piace molto anche Tancredi. Di Mozart adoro La clemenza di Tito e mi piace Capuleti e Montecchi di Bellini. Amo ruolo molto personalizzati. Mi interessano le note, sì, ma anche i personaggi. Oggi, per fortuna, oltre alla musica, è importante anche il teatro. Cantare bene, d'accordo, ma anche interpretare bene. Mi piace.

Come si trova a Pesaro?

Vivo a Zurigo, dove sto bene. Ma Pesaro mi piace molto. Non amo le grandi città. Sono nata in un piccolo centro in Bulgaria. Qui si vive bene, Pesaro è piccola ma c'è tutto. L'ambiente è molto familiare. Si mangia bene, cosa importante, e, ancor più importante, c'è il mare. L'acqua mi dà grande forza.

Il carnet di Vesselina Kasarova è pieno di impegni. Dopo il Rof, sarà a Tel Aviv per un concerto di gala, quindi interpreterà il ruolo di Giovanna Seymour in Anna Bolena a Monaco di Baviera. Poi ancora concerti a Bruxelles, Ludwigshafen e Francoforte. Poì sarà Hansel in Hansel e Gretel à Zurigo. Per quanto riguarda Rossini, nel '99 sarà Isabella ne L'italiana in Algeri a Monaco di Baviera e Rosina ne Il barbiere di Siviglia a Vienna. Questo fino al 1999. Ma tante date sono già occupate fino al 30 novembre 2002. Difficile, pertanto, rivederla presto a Pesaro. "Ribadisco che è un peccato. Mi piace l'Italia. Purtroppo, però, le tante richieste dei teatri italiani arrivano quando ho già preso impegni con teatri di tutto il mondo, che si muovono prima. E non capisco il perché."


© Gramophone, September 1998, Seite 10 - 12, Alan Blyth

The voice of Romeo

The Bulgarian mezzo-soprano Vesselina Kasarova is fast establishing a major reputation. Whilst in London for her Wigmore Hall début she talked to Alan Blyth about her career and her new Bellini recording.

The gamine charm of Kasarova is unmistakable. Her vulnerable body-language and soft-hued eyes are likely to make the most hardened heart go wobbly. Yet I judged when I met her last May in London (where she was giving a recital at the Wigmore Hall, her first in this country) that the effect is natural and artless: nothing here of the attempts at little-girl coyness I have encountered all too often among divas who should have known better.

At 33, Kasarova remains a young, enthusiastic singer, one in a hurry to touch the heights yet absolutely aware of her own limitations: those invitations to sing Carmen received by all eligible mezzos are met, for now, with a firm "No", or probably "Nein" as Vesselina - she positively demands to be called by her first name - speaks as yet little or no English though she has five other languages at her command. She won't sing any role until she is fully inside it, feels herself ready to perform it from every angle.

When I first encountered her, in 1991 on stage at Salzburg in La clemenza di Tito conducted by Sir Colin Davis (something of a mentor and musical father-figure to her), I immediately sat up and took notice. She almost literally burst on stage as Annio, the young lover of Servilia, and enchanted eye and ear. Lithe and slim (as she remains), she was the very picture of the upright, concerned youth of Mozart's imagining, and the bewitchingly smooth yet resinous voice went with the figure. Above all, she communicated character in every phrase she uttered. My experienced antennae decided here was an artist to watch.

The following year she had her big break when she took over the title-role from Marilyn Horne in a concert performance of Tancredi at Salzburg and caused a sensation. Come 1993 and here she was at Covent Garden as Rossini's Rosina, no more playing a handsome, artless trousers role, but the minxish, Latin girl to life, the single syllable "ma" in "Una voce poco fa" given an infinity of meaning - and finding the Rossinian fioriture a gift to her easily flowing voice. Her Tancredi on disc (for RCA) and much else has amply confirmed her ability to inflect runs with interior meaning. The sheer beauty of her timbre came to the fore in her Mozart recital with Sir Colin, soon to be joined by a Handel disc from the pair. The demonstration video that accompanied the Mozart evinced Kasarova's intense involvement in everything she sings.

As she says: "In the studio there's no point in freezing and just standing terrified in front of an orchestra. You've got to perform, if possible, in just as lively a fashion as if you were on stage, and communicate with those sitting at home. For that to happen projection of the words is also essential." She emphasizes repeatedly that everything must be "innerlich", that is, sung from within. "It's absolutely essential to bring the drama of the stage into a recording, which may cause problems, but it's just my natural reaction to singing a part and feeling the music from inside me. One must not just seek musical perfection: one must be lively and take risks, or the recording will become sterile."

It's hardly surprising then to learn that, as a young student, the singers she listened to most on record were Callas and Simionato. Later, when she was beginning her career, she enjoyed hearing Christa Ludwig and Gruberová (with whom she has sung and recorded). What was it she liked about all these singers? "Their personality and charisma, but it is also their timbre and so many other things that caught my imagination and inspired me."

Although she first studied piano in her native Bulgaria, she soon found herself attracted to the singers she met and those she accompanied. "But I immediately realized that the voice is the most difficult instrument there is because it is part of you: you don't externally play it. One needs an intuition as to just what your voice is doing on a particular day. Yesterday" - she meant the evening of the recital - "it was one thing. When I was in Madrid before, it was something else."

Her technical training was at the Music Academy in Sofia, where she studied five years, from Monday to Friday - "Every month except July and August. Exercises, exercises until everything came as naturally as drinking water. Indeed, you should even be able to sing when you aren't well! I always felt destined to be a mezzo, even though I had easy top notes, because that was the way the voice lay." At the same time she also learnt to act, simply as part of her training.

Before she left Bulgaria, she had already sung such important roles as Dorabella, Rosina (her début role), Preziosilla, Fenena (in Nabucco) in Sofia. "By chance the Director of the Zurich Opera came to our theatre. He heard me and immediately offered me a contract in his house. It was a wonderful opportunity for me. At Zurich my début was as the Second Norn, and for a time I was confined to smaller parts. I was happy about that as it let me acclimatize to those more auspicious surroundings. Then came roles as Anna in Les Troyens and Olga in Eugene Onegin.

"Even luckier, a few months before Karajan heard me, and saw that I was invited to the Vienna State Opera. He had invited me to sing in Bach's h-moll Messe at the 1989 Salzburg Festival, but that was not to be. I learnt on my birthday, July 18th, that he had died two days before. I cried, I have to admit." At Vienna she was engaged for the ensemble, but she did not stay as long, as she wanted to be free to be a guest everywhere, no longer tied to one house. "You simply cannot let chances get away from you. You see when I appeared at Covent Garden as Rosina, I was supposed to sing the whole run, but Vienna wouldn't let me go so I did only three performances - and without much rehearsal! I am very excited that I have been invited to the new house to sing Sesto under Colin Davis when it opens in 2000."

She struck up an immediate rapport with Sir Colin when she sang Annio with him at Salzburg. "I have met two real gentlemen in my career: they are Sir Colin and Jonathan Miller. I am not saying that because they're English; it's just the truth of the matter. Colin Davis is a conductor who loves singers. He has a great deal of finesse. I didn't really have to discuss things with him. I was simply guided by his look and by his positive attitude. It was a psychic cooperation perhaps."

Having sung Dorabella, Zerlina (which she confesses, she made sexy rather than pretty-pretty under Patrice Chéreau's guidance at Salzburg a couple of years ago) and Annio, Idamante, Farnace and Sesto, she hasn't so may other Mozartian roles in view, though one day she would like to repeat Janet Baker's feat of transferring from Sextus to Vitellia in Tito.

She is very keen to point out that it is foolish to generalize about Rossinian roles: "Rosina is one thing, Tancredi is another, Isabella is something else again. To each you must bring a special character and use the runs to convey that." This summer she has added La Cenerentola to her Rossinian repertory at the Pesaro Festival.

And Bellini? "For me he is a mixture of Mozart and Rossini. He is in the true line of bel canto that carries on to Donizetti. He suits me very well, I think." She sang Romeo in Capuleti first in Paris in 1996, when RTF reported on it in these pages (2/97). "Every note was given full value, every word cleanly enunciated", he wrote. "Even her physical performance had an aura of dignity that recalled the standards and the style of an earlier generation."

In a few years Kasarova hopes to tackle Donizetti in the form of La favorite (she's down to record the part in 1999). "I don't think Léonor in this work should be sung heavily as you often hear it done. She is a young, vulberable woman and that's how she should sound. She isn't an Amneris - that's why I hope to record the part in the original French." Which brings me to Charlotte in Werther.

"I first sang the role in Zurich, then in concert in Berlin with Alfredo Kraus. It suits me well, vocally and dramatically. I feel a great affinity with Charlotte, with her emotional situation, her suffering and her sensitivity. The part also lies well for my voice. I am so looking forward to recording it. Ramón Vargas will be my Werther. I am a great fan of his."

She deliberately divides her time into periods when she will just be performing opera and others when she will only do recitals. "You have to be fully prepared in every way for recitals, because they are far more intimidating experiences than opera, and you have to be even more subtle in recital than in opera, because in a recital I am projecting just "me", my personality, while on stage you are attempting to be Rosina or Sesto or whoever you're portraying."

After the Capuleti recording, released this month, her next recording to be issued will be of Rossini, mostly arias but also duets with the young tenor Juan Diego Flórez. Then she would like to do a Lieder CD, but realizes she still has to perfect her interpretations, even though she studied the Lied very thoroughly with her teacher in Bulgaria, who herself studied in Weimar. It's also a question, she feels, of achieving an exact rapport with her chosen pianist.

Generally speaking, she is sensible enough to acknowledge her luck in being able to make so many discs: "I realize that it has been a great opportunity for me. There are so many good singers around, but so few of them have the opportunity that I have had to prove myself. So I have a real feeling of awe that this has happened to me, and happened so early in my career. I shan't ever forget that fact."

Kasarova is married to a Swiss businessman. They live in Zurich and Vesselina has taken Swiss nationality. "But Bulgaria is still in my blood! I think it's a good combination - the Bulgarian temperament and the Swiss sense of proportion, and I have much to thank the Zurich Opera for. The opera house there is such a good size for a developing singer and I could try out parts in an excellent ensemble. And I had the wonderful luck to sing the title-role in La Périchole there with Harnoncourt. That's another part I hope to record before long. It's a wonderful role for me." Already she is to record a CD of Offenbach airs conducted by Maazel.

Vesselina went out of her way to praise her senior, Ann Murray, who sang Sesto to her Annio at Zurich. "She is one of the best people I know. She's so natural, wise, ganz lieb. I was young and inexperienced and she thought me how to behave in the profession, gave me every encouragement, introduced me to the management at La Scala. She taught me the right way to go about my career. A warm and sincere personality. I was lucky to meet her at a crucial moment in my development. What more can I say? Oh yes - she's a wonderful singer!"

Away from singing, Kasarova likes to live a quite ordinary life, cooking ("A Bulgarian salad with feta cheese that I often prepare for friends"), going to the cinema, walking and above all meeting friends - "a real luxury when you're away from home so often - but my real hobby is my work - singing".

Her schedule for the next few years is packed with interesting events. At Zurich next month [October] she undertakes Hänsel for the first time. Next summer at the Munich Festival she undertakes Giovanna Seymour to Gruberová's Anna Bolena, and Marguerite in a new staging of La damnation de Faust at Salzburg, the following year Idamante at the latter, besides that Sesto at the renovated Covent Garden. Then in 2000 Octavian is planned for the Met and Iphigénie in Zurich. It's an exciting schedule for an exciting singer - and for us - to contemplate.