Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
Wien / Staatsoper / 1991

© Kurier, 12. Oktober 1991, Seite 13, Franz Endler

... Vesselina Kasarova ist, was man dereinst eine Entdeckung nannte. Eine blutjunge Mezzosopranistin mit einer fulminanten Höhe, mit faszinierender Stimmtechnik, zudem recht engagiert und eine hübsche Bühnenerscheinung. Eine Rosina also, die jedes grosse Haus mit Handkuss haben möchte. ...


Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
Genf / Grand Théâtre de Genève / 1991

© Journal de Genève, 4. November 1991, Seite 23, Jean-Luc Rieder

... On comprend donc qu'il ne manquera pas grande chose pour que le cœr de Rosine, Vesselina Kasarova, ne balance entre les deux. Le soprano impressionant de la jeune cantatrice démontre bien toute la vivacité de l'école bulgare et sa technique si particulière; Vesselina Kasarova possède de ces graves profonds qui vous retournent l'entendement, quand l'aigu rayonne a des hauteurs éthérées.

© La Suisse, 3. November 1991, Seite 28, Albin Jacquier

... Quant à Rosine, c'est celle que souhaitait Rossini: une mezzo, presque une alto-coloratur, aux aigus généreux et pleins de sève, aux graves profonds d'une espagnole qui n'offre pas que des mignardises. Mme Vesselina Kasarova, remarquée a Salzbourg, répond parfaitement à ce signalement. Elle ne fait pas dans la dentelle: présence vocale stupéfiante, élégance espiègle, ...


Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
Zürich / Opernhaus / 1993

© Neue Zürcher Zeitung, 6. September 1993, Seite 23, Marianne Zelger-Vogt

... Da setzt Vesselina Kasarova, die neue Rosina, den Massstab. Der samtene Mezzosopran der jungen Bulgarin hat in den zwei Wiener Jahren, die auf ihre Zürcher Anfänge folgten, an Umfang, Volumen und Nuancierungskunst enorm gewonnen und vermag Leichtigkeit und Kraft, Wärme und Behendigkeit ideal zu vereinen. Ihr darstellerisches Temperament brodelt gleichsam unter der Oberfläche und widersteht so auch der allgemeinen Tendenz zur Outrierung. Ein Gewinn für das Zürcher Ensemble!


Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
Florenz / Teatro Verdi di Firenze / 1994

© La Nazione, 5. Februar 1994, Seite 6, Giuseppe Rossi

... Sotto l'aspetto vocale questo Barbiere verrà ricordato sopratutto per Vesselina Kasarova, una Rosina maliziosa e sfrontata dal timbro squillante e dalla impeccabile coloratura. ...

© Il Giornale, 5. Februar 1994, Piero Buscaroli

... Benissimo la Rosina di Vesselina Kasarova, beneficata anche del solo costume plausibile (sarà stato un errore) del signor Begué. ...

© la Repubblica, 6. Februar 1994, Michelangelo Zurletti

... Vesselina Kasarova, con un po' di proprietà in più e alcuni vezzi in meno sarebbe una Rosina ideale, gradevole com'è e così musicale. ...


Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
Chicago / Lyric Opera of Chicago / 24. Januar 2001

© Chicago Tribune, 26. Januar 2001, Seite Tempo/2, John von Rhein

... „Great" may be excessive praise in the case of the current Lyric ensemble, but the principal artists - Vesselina Kasarova as Rosina, Rockwell Blake as Almaviva and Dwayne Croft as Figaro - are among the cream of today's international Rossini crop, and all three sang splendidly. It was good to welcome back Kasarova, the Bulgarian mezzo-soprano who made her U.S. debut in Lyric's "Idomeneo" in 1997. For sheerly beautiful and idiomatic Rossini singing, there may be no finer female singer around today. She tossed off the glittering fioriture of Rosina's "Una voce poco fa," with a grand, almost vehement flourish. This is a voice of size and amazing agility, plus luscious, dusky warmth combined with bright, penetrating top notes. Dramatically, this heroine was a matter of individual taste. Lacking the amused charm of her Lyric predecessor, Frederica von Stade, Kasarova's Rosina is in the tough-cookie Callas mold: There's never any doubt this rather arch, self-possessed schemer will win her freedom and her man, so the opera's happy ending is a foregone conclusion from the start. ...

© Opera, Juli 2001, Seite 841, William Shackleford

... Vesselina Kasarova's Rosina displayed an opulent sound, flawless technique and natural stage presence. ...


Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
Zürich / Opernhaus / 31. März 2001 (P)

© Neue Zürcher Zeitung, 2. April 2001, Seite 28, Marianne Zelger-Vogt

... Zum Ereignis wird dieser «Barbiere» aber dank Vesselina Kasarovas Rosina. Perlende Koloraturen, eine unerschöpfliche Fülle an Klangfarben und Ausdrucksnuancen und eine phänomenale darstellerische Wandlungsfähigkeit sind dabei nur Mittel zum Zweck: Rosina zu einem Menschen aus Fleisch und Blut, mit Herz, Witz und viel Verstand zu machen. Wie sie sich empört über die kleinlichen Vorhaltungen ihres Vormunds, wie sie für ihre Freiheit und ihre Liebe kämpft und wie sie leidet, als sie kurz vor dem Happy End von Almaviva alias Lindoro verraten glaubt: Darin offenbart sich jene Gefühlsdimension, die Vesselina Kasarovas Rosina über alle Virtuosität und Kaprize hinaus prägt. Dass die Aufführung eine steigende Formkurve aufweist, die äussere Betriebsamkeit mehr und mehr zu innerer Bewegtheit wird, ist wesentlich ihr zu verdanken. ...

© Aargauer Zeitung, 2. April 2001, Seite 12, Beat Glur

... Im Mittelpunkt der Aufführung steht jedoch, wie bereits ihre aufwendigen Roben deutlich machen, Vesselina Kasarova als Rosina. Sie wird, obschon auch sie über ein vielseitiges komödiantisches Talent verfügt, zur Primadonna - eine Dame als ruhender Pol, inmitten von hypernervösen Männern. Und mit ihrer Stimme verzaubert sie alle: Die Männer um sie herum, aber vor allem das Publikum. Sie weiss ihren Mezzosopran klug zu dosieren, schafft kaum hörbar Spannung, die sich dann in fulminanten Koloraturen und befreienden Schlussakkorden entlädt. ...

© Tages-Anzeiger, 2. April 2001, Seite 49, Michael Eidenbenz

... Nein, Selbstironie ist dieser Produktion fern. Viel lieber ergibt sie sich dem Kult der schönen Stimmen, an denen, kombiniert mit Besetzungsgeschick, am Zürcher Opernhaus noch selten Mangel herrschte. Vesselina Kasarova erhielt den stärksten Applaus für ihre Darstellung der Rosina, die von der ersten Cavatina, «Una voce poco fa», an mit ihrem ungemein modulationsfähigen Mezzosopran und mit gestochen scharfen Koloraturen brillierte. ...

© Neue Luzerner Zeitung, 2. April 2001, Seite 10, SDA

... Im Mittelpunkt der Aufführung steht jedoch, wie bereits ihre aufwendigen Roben deutlich machen, Vesselina Kasarova als Rosina. Sie wird, obschon auch sie über ein vielseitiges komödiantisches Talent verfügt, zur Primadonna - eine Dame als ruhender Pol, inmitten von hypernervösen Männern. Und mit ihrer Stimme verzaubert sie alle: Die Männer um sie herum, aber vor allem das Publikum. Sie weiss ihren Mezzosopran klug zu dosieren, schafft kaum hörbar Spannung, die sich dann in fulminanten Koloraturen und befreienden Schlussakkorden entlädt. ...

© zuerichexpress, 2. April 2001, Seite 15, Hans Uli von Erlach

... Asagaroff setzt nichts obendrauf. Weder geniale Einfälle noch an den Haaren herbeigezogene Überraschungen. Schönes, komödiantisches Spiel. Das lässt dem Sängerensemble Freiraum für gesangliche Höhepunkte. Allen voran begeistert Vesselina Kasarova. Hinreissend spielt sie mit ihrer umfangreichen Stimme, setzt Töne wie Pinpongbällchen, parliert witzig und präzis durch Rezitative, hat für warm strömende Tiefen und perlende Koloraturhöhen scheinbar endlosen Atem. ...

© Blick, 2. April 2001, Seite 12, Hans Uli von Erlach

... Zum Jubeln ist das Ensemble. Allen voran Vesselina Kasarova als Rosina, mit verschwenderischem Charme und grandioser Stimme, die die Töne wie Pingpongbällchen setzt, ...

© Die Südostschweiz, 2. April 2001, Seite 23, Reinmar Wagner

... und Vesselina Kasarova als Rosina, die schlicht umwerfend sang, die mit ihren unglaublichen technischen Möglichkeiten Koloraturperlen von gleissender Schönheit aneinanderreihte und zwischendurch neckische Staccati einstreute. ...

© Thurgauer Zeitung, 2. April 2001, Seite 9, Torbjörn Bergflödt

... Vesselina Kasarova als Rosina konnte die Töne ihres Mezzosoprans wie Leuchtraketen steigen lassen und flankierte den auch sonst perfekten Gesang mit einem schelmischen Spiel. ...

© Zürcher Oberländer, 2. April 2001, Seite 17, Fritz Trümpi

... Maestro Santi deutet die Musik in eine dramatische Richtung und erreicht dadurch ein Höchstmass an Spannung. Er ist kongenialer Partner von Vesselina Kasarova in der Rolle der Rosina: Auf eine umwerfende Weise meistert sie die Koloraturen. Jeder Ton ist exakt zu vernehmen und von anmutiger Gestalt. Nichts wird bloss angedeutet, sondern direkt und ungekünstelt wiedergegeben; Kasarova nimmt sich für jeden Ton die ganze Zeit, die sie braucht, und setzt ihn so, dass man sich dessen Schönheit nicht mehr entziehen kann, zumal sich Santi als wundervoller Begleiter in der Tongebung symbiotisch darauf einlässt. ...

© Zürichsee-Zeitung, 2. April 2001, Seite 22, Werner Pfister

... Alle Beteiligten spielen nicht nur herzhaft komisch mit, sondern verwöhnen zudem mit exzellenten sängerischen Leistungen. Man weiss nicht, worüber man mehr staunen soll: über die pointiert «rollenden» Koloraturkaskaden Vesselina Kasarovas (Rosina), über ihre lustvoll gesetzten tiefen Töne oder über die ganz hohen, die sie mit einer Fulminanz aussingt, als würde das veristische Opernrepertoire für Momente aufblitzen (Was übrigens zur Spielzeit um 1920 wunderbar passt). ...

© Badische Zeitung, 2. April 2001, Katharina von Glasenapp

... Diese Rosina hat es wahrlich verdient, aus dem merkwürdigen Hausstand des Bartolo mit seiner ältlichen Dienerin, die gerne einmal ein Gläschen zu sich nimmt und dann einschläft, und dem Assistenten Ambrogio, der so nebenbei Formeln an die Tafel schreibt und Medizinen mischt, zu entrinnen. Wie eine exotische Blume belebt die Rosina der bulgarischen Mezzosopranistin Vesselina Kasarova die Szene, sehnsüchtig, das von ihrem Vormund Bartolo errichtete Gefängnis zu verlassen, werden ihre bald kunstvoll gesponnenen, bald rasend explodierenden Koloraturen zum Spiegel ihrer Seele. Mit dem Farbenreichtum, der erdigen Tiefe und der so wandlungsfähigen Beweglichkeit ihrer Stimme wird Kasarova einmal mehr zum umjubelten Publikumsliebling und steckt alle anderen an. ...

© Opernglas, 1. Mai 2001, Seite 14, Wolfgang Kutzschbach

... Im Mittelpunkt stand zweifellos wieder einmal Vesselina Kasarova als Rosina. Sie überwältigte mit ihrem Stimmvolumen, gab jedem Wort, ja jeder Silbe die entsprechende Betonung und Farbe und bewies die Richtigkeit der Besetzung mit einem ausdrucksstarken Mezzosopran. Ihre Persönlichkeit liess auch am ehesten über zweifelhafte Regieeinfälle hinwegsehen, ...


Gioacchino Rossini
IL BARBIERE DI SIVIGLIA - Rosina
New York / Metropolitan Opera / April 2002

© Opernglas / Juni 2002 / Seite 43 / FP

Über vier Jahre ist es her, dass Vesselina Kasarova für ihr Met-Debüt angesetzt war. Krankheit verhinderte sowohl diese Auftritte als Rosina als auch ihr Rollendebüt als Octavian im »Rosenkavalier« im November 2000. Nun waren die Vorzeichen besser, und wie für ihr zunächst geplantes Debüt stand wiederum »Il barbiere di Siviglia« auf dem Programm. Das Met-Publikum war sich schnell einig: Es hatte sich gelohnt, auf diese Sängerin zu warten. Die bulgarische Mezzosopranistin sang mit ausserordentlicher Anmut und Liebe zum Detail, mit geradezu verschwenderischer Sorgfalt in Sachen musikalischer Linie und Diktion. Die Stimme füllte mühelos den grossen Saal, sogar mit feinstem Pianissimo. Für die Metropolitan Opera sind nun »Werther« für die Saison 2003/04 sowie »Hoffmann« für die daran anschliessende Spielzeit geplant. ...