Richard Wagner
TANNHÄUSER - Venus
Zürich / Opernhaus / 30. Januar 2011 (P)

© Aargauer Zeitung, 2. Februar 2011, Seite 20, Christian Berzins

... Am interessantesten ist die Venus-Debütantin Vesselina Kasarova. Bereits vor 21 Jahren sang sie in Zürich Wagner, war sie doch von Pereira-Vorgänger Christoph Groszer von Bulgarien nach Zürich gelotst und gleich als zweite Norn und Wellgunde in der «Götterdämmerung» eingesetzt worden. Bald triumphierte sie weltweit mit Mozart und Rossini. Es ist Zeit, weiterzugehen: 2008 sang sie die Carmen - und nun folgerichtig, die Venus. Bald folgt Eboli.

Selten haben wir einen so überaus überlegten, aus dem einzelnen Wort heraus gestalteten Venusgesang gehört. Kaum eine weiss den dynamischen Bogen so sinnlich zu spannen und prächtig auszureizen. Immer ist klar: Singen ist Kunst, jede Phrase, jede Geste Reflexion. ...

© Basler Zeitung, 1. Februar 2011, Seite 39, Sigfried Schibli

... Besser bedienen einen die Damen: Vesselina Kasarova gibt ein vor allem in der Tiefe beeindruckendes Rollendebüt als Venus, ...

© Badische Zeitung, 1. Februar 2011, Alexander Dick

... Enttäuschend ist, dass Kupfer den beiden Frauen-Antipoden so wenig Konturen verleiht. Venus ergraut bis zum Ende hin, mehr lässt sich über sie kaum sagen. Ausser dass Vesselina Kasarova ein beachtliches Rollendebüt gelingt, mit hinreissender Mimik, warmem, sich langsam und gross einschwingendem Mezzosopran und fulminanten Höhen. ...

© Wiener Zeitung, 1. Februar 2011, Oliver Schneider

... In der Regie von Harry Kupfer flieht nun eine Art „Jimi Tannhäuser" aus der Ende des Venusbergs, der ein Bordell (ähnlich wie zuletzt bei Regisseur Claus Guth an der Wiener Staatsoper) und eine Drogenhöhle ist. Hier vergnügt sich das männliche Establishment inklusive Klerus bei Frau Venus und deren Damen. Vesselina Kasarova hauchte der Venus bei ihrem umjubelten Rollendebüt am Sonntag mit durchschlagskräftigem Mezzo dunkle Glut ein und wusste auch darstellerisch im ersten Aufzug zu verführen. Die Rolle liegt ihr zurzeit stimmlich geradezu ideal, zumal sich auch ihre deutsche Diktion stark verbessert hat. ...

© Frankfurter Rundschau, 4. Februar 2011, Hans-Klaus Jungheinrich

... Vesselina Kasarovas Verkörperung der Liebesgöttin war in jeder Nuance treffend und von äusserster Klarheit, was mehr mit intuitiver Ausdrucksmacht als akribischer Textverständlichkeit zu tun hatte. ...

© Südwest Presse, 1. Februar, Jürgen Kanold

... Auch beeindruckend Vesselina Kasarova, der Belcanto-Star, beim Wagner-Debüt als Venus: eine tiefgründig flutende Verführung. ...

© KlassikInfo.de, 30. Januar 2011, Kirsten Liese

... Vesselina Kasarova debütiert in Zürich als Venus in ihrer ersten grösseren Wagnerrolle. Die Stimme der bulgarischen Mezzosopranistin hat sich enorm entwickelt. Bislang war sie eine Hosenrollen-Kapazität für Gluck, Mozart oder Rossini. Ob sie in dieses Fach noch einmal zurückkehren wird, ist fraglich. Eine vielversprechende Wagnerkarriere scheint jetzt vorgezeichnet, frappieren doch ihr erstaunliches Volumen und das hochdramatische Potenzial. ...

© Klassik.com, 30. Januar 2011, Dr. Rainhard Wiesinger

... Vesselina Kasarova bot als Venus einen überzeugenden Einstieg in das Wagner-Repertoire. So trat nicht nur die bei der Künstlerin häufig eingesetzte Manieriertheit des Vortrages zugunsten einer geradlinigen Emotionalität zurück; Kasarovas Mezzo verfügt auch über die entsprechende Höhe und die Textverständlichkeit. ...